Der SGV Oberes Lahntal Feudingen feiert seinen Geburtstag mit einem Wandertag. Von links: Vize-Präsidentin Claudia Schmitz, Claudia Weber, Gerhard Dellorie, Colette van Dijk und Bürgermeister Thorsten Spillmann

Artikel aus der Westfalenpost vom 03.09.2018 Yannik Lückel

Feudingen wandert seit 90 Jahren gemeinsam

Der SGV Oberes Lahntal Feudingen feiert sein 90-jähriges Bestehen in der Volkshalle. Die Festtags-Teilnehmer können aus drei Routen wandern.

„Gemeinsam Natur erleben“ lautet das Motto des Sauerländer Gebirgsvereins (SGV) Oberes Lahntal Feudingen und traf damit am Wochenende mal wieder den Nagel auf den Kopf. Denn die Wanderfreunde aus dem Lahntal hatten die Schirmherrschaft über den traditionellen Wittgensteiner Wandertag und begingen gleichzeitig ihren 30., respektive 90. Geburtstag.

Was für Außenstehende für Verwirrung sorgen mag, ist eigentlich ganz einfach erklärt: Im Jahr 1928 wurde die Gemeinschaft nämlich offiziell gegründet, doch aufgrund des 2. Weltkriegs und einem Mangel an tatkräftigen Leuten ruhte die Vereinsarbeit bis ins Jahr 1988.

Großes Lob fürs Angebot

Nun, 30 Jahre nach dem „Neustart“ des SGVs mangelt es dem Verein an engagierten Mitgliedern auf keinen Fall mehr, im Gegenteil: In einer Gesellschaft, in der Hektik und Stress überwiegen, wo kaum noch Platz für einen Ausflug in die Natur ist, wächst die Gemeinschaft der Feudinger sogar.

Sie haben es geschafft, ihre Ziele den Ansprüchen von vielen Wanderfreunden anzupassen und befinden sich deshalb auf dem aufsteigenden Ast, was auch Claudia Schmitz, Vize-Präsidentin des SGV-Gesamtvereins in ihrer Rede in der Feudinger Volkshalle bestätigte. „Eure Abteilung ist sehr rege, sehr aktiv, ihr holt die Leute ab und passt euer Angebot den Wünschen der Mitglieder an. Dafür ein großes Lob.“

„Funktionierende Abteilung“

Schöne Worte für einen runden Geburtstag, die treffender nicht seien konnten. Deshalb wundert es auch nicht, dass Bad Laasphes Bürgermeister Thorsten Spillmann in seiner Ansprache von einer „funktionierenden Abteilung“ sprach. „Wandern holt uns aus dem Stress des Alltags raus und ist Erholungsphase, das habt ihr immer verstanden“, so der Politiker weiter.

Mitglieder werden geehrt

30 Jahre sind nun vergangen, seit Colette van Djik, heutige Ehrenvorsitzende, einige Wanderfreunde um sich scharrte und das alte Feuer in den Feudinger Naturliebhabern weckte. Grund genug also für die jetzige Vorsitzende Claudia Weber ihr die goldene Ehrennadel zu überreichen.

Ebenso vom ersten Tag dabei war Gerhard Dellorie, der die selbe Auszeichnung nun sein Eigen nennen kann. Gerhard Haßler erhielt auf dem kleinen Festkommerz im Vorfeld des Wandertags die silberne Ehrennadel, ebenso wie Heike Meschner, die jahrelang das Amt des Schatzmeisters inne hatte.

Abschluss mit Wandertag

Der SGV hat also nach all den Jahren seine Wurzeln nicht vergessen und rundete den „Geburtstag“ dementsprechend würdig ab. Doch nach einem gemeinsamen Mittagessen wartete ja auch noch Arbeit auf die Mitglieder. Schließlich tummelten sich ab 13 Uhr rund 200 Besucher vor der Festhalle, die gemeinsam mit den Oberen Lahntalern den Wittgensteiner Wandertag begehen wollten.

Auf drei Routen wurde gewandert, vom Ilsetal zum Hornberg hoch und oberhalb der Ortschaft durch den Wald. „Das Feedback war durchweg positiv, es hat den Leuten gefallen. Das freut uns natürlich“, wusste Hans-Herrmann Weber, Fachwart für Kultur und Öffentlichkeitsarbeit, am nächsten Tag zu berichten.

Gemeinsam Natur erleben

Während den Wanderungen, von denen auch eine eine Dorfführung war, lernten die Besucher die Geschichte Feudingens kennen, unterhielten sich über private Themen und tauschten sich auch innerhalb der SGV-Vereine rege aus, ehe es am Abend zur Musik von DJ Düsi, Kuchen und Kaltgetränken noch gemütlicher wurde. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf, ein rundum gelungener Tag“, so Weber abschließend.

So bleibt also festzuhalten: Die Feudinger sind sich, auch nach 30, beziehungsweise 90 Jahren immer noch treu geblieben und haben ihren Besuchern am Wandertag vorgelebt: „Gemeinsam Natur erleben.“

INFO

Fa­mi­li­en-Ak­ti­on am Mitt­woch, 14. Sep­tem­ber
Am Frei­tag, 14. Sep­tem­ber, bie­tet der SGV Obe­res Lahn­tal eine Nacht­wan­de­rung für Fa­mi­li­enan. Treff­punkt ist um 18.30 Uhr an der Grund­schu­le in Feu­din­gen, zum Ab­schluss wird es ein Nacht­pick­nick geben. An­mel­dun­gen bei Ilka Pack­mohr unter 02754/212260.

Immer mon­tags trifft sich die Nor­dic-Wal­king-Grup­pe um 18 Uhr an der Wan­der­ta­fel in Feu­din­gen an der Volks­bank. Ab Ok­to­ber tref­fen sich die Teil­neh­mer um 17 Uhr.

Die Riesenkrake aus dem Hesselbacher Freibad machte auch in Feudingen eine gute Figur – die Kinder tobten sich bis in die Abendstunden darauf aus. Foto: Anna-Lina Müller

Artikel aus der Westfalenpost vom 10.07.2018 (Anna-Lina Müller)

Solaranlage fürs Feudinger Freibad rückt ein Stück näher

Schwimmen für den guten Zweck: Am Ende der Aktion meldet der Förderverein Freibad Feudingen beachtliche 5000 Euro auf dem Spendenkonto

„Der Solaranlage sind wir heute wirklich ein ganzes Stück näher gekommen“, stellte der Vorstand des Fördervereins Freibad Feudingen am Samstag mit zufriedener Miene fest. Im Rahmen der „Poolparty“ anlässlich des großen Dorfjubiläums ertönte zum ersten Mal der Startschuss zum Spendenschwimmen. Anschließend lud der Förderverein zum Nachtschwimmen mit Bierwagen und Live-Musik ein.

13 Schwimmer legten sich am Mittag ordentlich ins Zeug und zogen fleißig Bahnen für die Solaranlage. Trotz dieser recht geringen Zahl staunten alle Helfer, als am Ende ganze 5000 Euro auf dem Spendenkonto standen. Das hat der Förderverein vor allem den zahlreichen Wittgensteiner Unternehmen zu verdanken, die als Sponsoren hinter den Schwimmern standen. Doch auch die kleinen Spenden von Eltern und Großeltern sorgten dafür, dass das Ziel der Solaranlage nun doch nicht mehr ganz so weit weg erscheint. Zum Nachlesen hängt ab sofort eine Sponsorenliste mit allen Unterstützern im Freibad aus.

Letzter Schliff für Sonnenterrasse

Mit diesem guten Start in den Tag ging es am Nachmittag und Abend bei Sonnenschein und vielen Besuchern weiter. Besonders die jungen Besucher waren kaum mehr aus dem Becken zu bekommen. Der Grund dafür war nicht zu übersehen – eine Riesenkrake, die eine Menge Platz zum Herumklettern bot. Die hatten sich die Feudinger für diesen Tag kurzerhand vom Förderverein des Hesselbacher Freibads ausgeliehen. Dafür dankten sie den Hesselbachern im Gespräch noch einmal.

Cocktailbar darf nicht fehlen

Wie es sich für eine gelungene Poolparty gehört, durfte auch die Cocktailbar nicht fehlen. Besonders stolz ist der Förderverein jedoch auf seinen Bierwagen, den er in diesem Jahr von der Brauerei Bosch übernommen hatte. Um die Versorgung mit kühlen Getränken muss sich der Vorstand bei seinen zukünftigen Veranstaltungen also keine Sorgen mehr machen.

Die WM scheint für die Feudinger am Samstag zweitrangig gewesen zu sein. Den gesamten Abend über trafen sich Freunde und Bekannte rund ums Becken, am Bierwagen oder am Grill. „Ich finde es immer schön zu sehen, wenn jung und alt zusammen kommen“, stellte auch Rolf Kaden von der Dorfgemeinschaft Feudingen fest.

Rockige Live-Musik über der Dorfmitte

Geschäftsführer Daniel Treude leistete noch einen besonderen Beitrag zum Gelingen des Abend: Mit seiner Band „Perception Confused“, an diesem Tag nur in halber Besetzung, ließ er rockige Live-Musik über die Feudinger Dorfmitte ertönen. Mit Einbruch der Dunkelheit sorgte ein kleines Lagerfeuer bei der Liegewiese für Licht, Wärme und gemütliche Stimmung. Wer besonders hart im Nehmen war, traute sich auch noch einmal ins Wasser.

Unser Dorf hat Zukunft: Gemeinsam stolz auf den gerade erreichten Titel „Gold-Dorf“ 2014 sind die Feudinger hier gemeinsam mit Hans-Hermann Weber (Vierter von links).

Artikel aus der Westfalenpost vom 04.07.2018 (Eberhard Demtröder)

Dorfgemeinschaft Feudingen e.V.: Junger Vorsitzender gesucht

 Der wiedergewählte Vorsitzende Hans-Hermann Weber (70) möchte nur noch ein Jahr im Amt bleiben. Die Dorfgemeinschaft sieht er auf gutem Weg.

Aber nur noch für ein Jahr – unter dieser Bedingung hat Hans-Hermann Weber (70) jetzt im Verein Dorfgemeinschaft Feudingen erneut für das Amt des 1. Vorsitzenden kandidiert. Und was kommt danach? Auf jeden Fall soll es ein deutlich jüngerer Nachfolger sein. Wer? „Da gibt’s noch keinen Namen“, sagt Weber im Gespräch mit unserer Zeitung. „Und alles andere ist Spekulation.“ Was Weber außerdem klarmacht: Nach der 800-Jahr-Feier werde sich die Dorfgemeinschaft als Verein der Feudinger Vereine auf jeden Fall neuen Projekten widmen. Auflösung? Definitiv kein Thema!

Das Amt

Und warum nur noch zwölf Monate im Amt? „Weil ich ein gewisses Alter erreicht habe und Posten abbauen will“, erklärt Weber. Denn er ist eben nicht nur für die Dorfgemeinschaft aktiv, sondern zum Beispiel auch für den Sauerländischen Gebirgsverein: „Hier bin ich sowohl in unserer Abteilung Oberes Lahntal – Feudingen im Vorstand als auch im SGV-Bezirksvorstand.“ Und nicht zuletzt im Kompetenzteam auf höchster SGV-Verbandsebene. Beispiel Ver.di: Hier sitzt Gewerkschafter Weber mit seiner langjährigen Erfahrung mittlerweile im Seniorenausschuss.

Der Arbeitskreis

In der Dorfgemeinschaft ist Weber „Gründungsvorsitzender“, wie er nicht ohne Stolz sagt. Aus dem „Arbeitskreis Feudinger Vereine und Schule“ dessen Sprecher Weber zuletzt war, ging der Verein im September 2013 hervor – auch, weil die Feudinger für ihre 800-Jahr-Feier eine „zukunftsfähige Rechtsform“ für die organisatorischen Vorbereitungen und Abläufe brauchten.

Die Gründung

Und „es war die richtige Entscheidung, den Verein zu gründen“, ist Weber nach wie vor überzeugt. Klar: Die 800-Jahr-Feier „war dabei natürlich ein Höhepunkt“, so der Vorsitzende zur Bedeutung des Vereins. „Aber auch das Gold beim Kreis-Wettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft’“ fiel unter die Regie der Dorfgemeinschaft e.V. – „das war 2014 eine Supersache“, blickt Weber zurück.

Der Verein der Vereine

Die Dorfgemeinschaft vor allem als Verein der Feudinger Vereine – hält das allein schon zusammen? Oder bedeutet Zusammenhalt nicht doch noch etwas mehr? „Nein, das ist schon eine ganz gute Grundlage“, findet der 1. Vorsitzende. „Und es hat sich bei der 800-Jahr-Feier ja auch ganz klar gezeigt, dass die Vereine da mitziehen. Ohne sie ginge da nichts.“ Es läuft also.

Der Zweck

Zweck des Vereins ist laut Satzung die „Förderung des Umwelt- und Naturschutzes und der Landschaftspflege“, außerdem die „Förderung der Heimatkunde und Heimatpflege“. Welche drei wichtigen Feudinger Projekte fallen Weber da spontan ein? Eben die erfolgreiche 800-Jahr-Feier – und noch zahlreiche andere. Beispiel Backhaus: Hier habe die Dorfgemeinschaft seinerzeit die Renovierung und die Gestaltung des Umfeldesfinanziert – Ergebnis: „Das Backhaus ist heute ein Dorfmittelpunkt, der gut angenommen wird“, freut sich Weber. „Und wir haben eine gut funktionierende Backhaus-Gemeinschaft.“ Webers Fazit ganz generell: „Die Vereine kümmern sich“, weiß er um deren Zuverlässigkeit, wenn es darum geht, Feudingen nach vorne zu bringen.

Neue Projekte

Und welche Projekte könnte der „e.V.“ demnächst noch angehen? „Wir haben so Einiges, was in Feudingen sicherlich noch gemacht werden sollte“, findet Weber – „denken Sie an die Gestaltung der Mauern sowohl an der Landstraße wie auch an der Kreisstraße“, der Richtung Rüppershausen. Um etwas gegen die karge Optik der Flächen zu tun, „waren wir mit Landesbetrieb Straßen NRW schon auf gutem Weg“, erinnert sich Weber, jedoch: Vor der Mauer an der Sieg-Lahn-Straße (L 719) habe man nichts pflanzen können – weil schlicht der Betonsockel des Bauwerks im Weg sei. Hier müsse man sich nun etwas anderes einfallen lassen.

„Und dann wollen wir mal abwarten, welche Projekte über IKEK angestoßen werden könnten“, blickt Weber in die allernächste Zukunft. Gestaltung des Umfelds Volkshalle, Solarthermie fürs Freibad, bessere Auslastung der Kirche, neue Info-Tafel am Backhaus – Ideen gibt’s da genug, um aus dem IKEK-Förderprogramm für ländliche Regionen Gelder nach Feudingen zu holen.

Die Nachfolge

Haben Sie denn gute Tipps für Ihren Nachfolger, Herr Weber? „Da gebe ich keine Empfehlung, da da muss er selbst entscheiden. Wie derjenige oder diejenige das Amt ausfüllt, da würde ich mich schön heraushalten. Jeder hat da seinen eigenen Stil, da muss man nichts erklären.“

Zugleich setzt der 70-Jährige auf Kontinuität innerhalb der Dorfgemeinschaft: „Völlig klar, dass man einfach guckt, dass man zusammen etwas bewegt.“ Und natürlich stehe er einem jüngeren Vorsitzenden gerne mit seiner Erfahrung beratend zur Verfügung, versichert Hans-Hermann Weber.

Im Grunde habe die Dorfgemeinschaft ihren Vorstand ja schon bei der Wahl vergangenes Wochenende deutlich verjüngt. Aber es gebe da noch mehr „gute Leute in Feudingen, die man ‘ranlassen sollte“, ist Weber überzeugt. „Wir sind froh über jeden, der sich engagiert.“

Der scheidende Vorsitzende

Und Weber selbst? So ganz kann und möchte der Noch-Vorsitzende seine Engagements in und für seinen Heimatort wohl doch nicht aufgeben. Und so wird er demnächst beim SV Feudingen 1921 aktiv – im Festausschuss zum 100-jährigen Bestehen des Traditionsvereins.

Mit drei zusätzlichen Vorstandsmitgliedern geht der Verein Dorfgemeinschaft Feudingen in die nächsten Jahre. Foto: Dorfgemeinschaft

Artikel aus der Siegener Zeitung vom 25.06.2018

Die Dorfgemeinschaft hat noch Zuwachs bekommen

Feudinger Vereinsvorstand wächst um drei weitere Beisitzer

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Was so ein erfolgreiches Dorfjubiläum bewirken kann: Man findet immer mehr Mitstreiter, die sich der Verantwortung stellen und bereit sind, die Geschicke des Vereins Dorfgemeinschaft Feudingen zu lenken. Zweifelsohne hat die 800-Jahr-Feier mit der großartigen Sternwanderung, dem unglaublichen Festzug oder dem Bunten Abend ihre Spuren hinterlassen. In Feudingen ist eine Gemeinschaft gefestigt worden, die am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung der Dorfgemeinschaft noch einmal deutlich wurde. Denn bei den Wahlen von Beisitzern gab es zwölf Vorschläge, von denen sich dann einige Kandidaten aufgrund der Vielzahl der Personen zurückzogen.

Am Ende waren es dennoch neun Beisitzer (drei mehr), die nun allesamt dem Vorstand angehören. Neben Carola Friedrich und Torsten Horchler, die nicht zur Wahl standen, sind nun die wiedergewählten Detlev Schneider, Armin Joenke und Eberhard Wied sowie die neu gewählten Eric Hermann Schneider, Timo Quack, Marlies Schneider und Andreas Letzel im Vorstand mit von der Partie. Ein einstimmiges Votum erhielten auch der Vorsitzende Hans-Hermann Weber, der angekündigt hat, in sein letztes Amtsjahr gehen zu wollen, die erste stellvertretende Vorsitzende Renate Kaden sowie der zweite stellvertretende Vorsitzende Christoph Schneider. Den Vorstand komplettieren Geschäftsführer Rolf Kaden, Kassenwart Werner Treude und Schriftführer Holger Weber.

Hans-Hermann Weber erinnerte in seinem Rückblick an die intensiven Vorbereitungen zum Dorfjubiläum. Der Aufwand für den Silvesterball habe sich ebenso gelohnt wie jener für die anderen Veranstaltungen. Renate und Rolf Kaden hätten per Telefon etliche Pfingstbaumgemeinschaften und Straßenzüge für den Festzug mobilisiert. Die Gruppe habe dann unter deren Federführung eine unglaubliche Eigendynamik entwickelt.

Die Chronik des Arbeitskreises Chronik und Dokumentation ist insgesamt „sehr positiv aufgenommen“ worden. Sie habe „sehr viel Lob geerntet“, betonte Hans-Hermann Weber. Hervorzuheben sei auch der Arbeitskreis Logistik, der für Strom und Wasser verantwortlich zeichnete. „Das war eine Masse, was die geleistet haben.“ Die Gewerbeschau habe in der Planung, wie sie zuletzt bestanden habe, nicht durchgeführt werden können. Da gebe es intern noch Klärungsbedarf. „Wir werden aber alle Gewerbetreibenden zeitnah zu einem Treffen einladen.“ Den Feudinger Rundgang bezeichnete Hans-Hermann Weber als „zukunftsweisend“, auch die Koordination des Kinderprogramms durch den CVJM erwähnte er lobend. Ebenso sei die Entscheidung der Pfingsbaumgesellschaften, einen gemeinsamen Baum aufzustellen, hervorragend gewesen.

Für den 6. Oktober ist ein Historischer Markt unter Federführung von Andrea Hofius geplant. Außerdem kümmern sich Lars Hackler und Timo Quack aktuell darum, eine Feudinger Dorfjugend aufzubauen. Die Dorfgemeinschaft will als Ausrichter des St.-Martins-Zuges fungieren und Kindergarten und Grundschule ins Boot nehmen. Überdies kündigte der Vorstand an, in 2019 eine Helferfete für alle Helfer des Festwochenendes durchführen zu wollen, wenn denn entsprechende Einnahmen zum Jubiläum erzielt worden sind. Hier werden aktuell immer noch zahlreiche Rechnungen beglichen.

Mit purer Muskelkraft stemmten zahlreiche Feudinger den 24 Meter hohen Pfingstbaum in die Senkrechte – Ein echter Kraftakt. Foto: LH

Artikel aus der Siegener Zeitung vom 22.05.2018

Ein weiterer Kraftakt zum Jubiläum

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Mit rund 24 Metern war der auserkorene Pfingstbaum ein buchstäblich schwerer Brocken. Die Helfer in Feudingen stemmten das geschälte Gewächs dennoch mit viel Muskelkraft in die Höhe. Anlässlich des Dorfjubiläums verzichteten die einzelnen kleinen Pfingstbaumgemeinschaften am Samstag auf ihre eigenen Pfingstbäume und schlossen sich an der Feudinger Volkshalle zu einer großen Gruppe zusammen. Für den Baum wurde extra ein neues Betonfundament in den Boden auf dem Parkplatz gegossen, wo der Stamm in einer massiven Eisenhalterung festgeschraubt wurde.

„Für die neue Halterung erhoffe ich mir, dass sie in den kommenden Jahren vielleicht von den Weiherhöfen oder der Sieg-Lahn-Straße für ein neues, eigenes Pfingstbaumfest genutzt werden könnte“, verriet Hans Hermann Weber, Vorstandsmitglied im Dorfverein. Bereits am Freitag schmückten die Bewohner der Feudingerhütte die Baumkrone mit bunten Bändern und kümmerten sich um den Kranz. Auf Trecker und Schultern aufliegend wurde der Baum anschließend von der Feudinger Hütte, quer durch das ganze Dorf bis zur Volkshalle transportiert.

Für das kleine Zelt fanden sich ebenfalls rund 20 Helfer, die beim Aufbauen anpackten. Die Beteiligung beim Baumaufstellen fiel unerwartet hoch aus: Sowohl Helfer als auch Zuschauer sammelten sich um den langen Stamm und verfolgten das Hochschieben des Baumes gespannt: Statt den Baum mit der Hilfe von schwerem landwirtschaftlichen Gerät hochziehen zu lassen, schoben die Helfer den Stamm mit Holzstangen in seine Halterung. „Wir wollen es traditionell halten, so wie es die Gemeinschaften gewohnt sind“, erklärte Hans Hermann Weber.

Am Nachmittag erwartete die Gäste ein umfangreiches Kuchenbuffet, um das sich jeweils zwei Frauen der neun Pfingstbaumgemeinschaften zusammen gekümmert hatten. Am frühen Abend ging das Fest in ein gemütliches Beisammensein über. Für den Bierwagen hatte die Gemeinschaft „Lehmgrube“ gesorgt.

Auch die Festwagen vom Jubiläumsumzug am Wochenende zuvor (die SZ berichtete) standen auf dem Parkplatz und konnten noch einmal in Ruhe bestaunt werden. Bei Einbruch der Dunkelheit kamen viele Besucher am Feuer zusammen und ließen das gemeinsame Fest ausklingen.